Es gibt Bands, die einen Raum nicht nur füllen, sondern verwandeln. HOTEL RIMINI aus Leipzig gehören genau dazu. Ihr Sound ist ein weit verzweigtes Geflecht aus Indie, Chanson, Kammerpop und urbaner Poesie: E-Gitarre, Kontrabass und Drums treffen auf Cello, Violine, Klavier und ein liebevoll zusammengetragenes Arsenal an analogen Geräuschen – Waldhorn inklusive.
In ihren Texten seziert die sechsköpfige Gruppe die kleinen Tragikomödien des Alltags: die Krokodilstränen saturierter Großstadtmenschen, nostalgische Momente im öffentlichen Nahverkehr, die Mühen des Erwachsenwerdens und das ungeschönte Beleuchten moderner Befindlichkeiten. Scharfsinnig, lakonisch, oft bittersüß – und dabei immer erstaunlich warm. Kein Wunder, dass der „Rolling Stone“ ihr Debütalbum „Allein unter Möbeln“ zu „einem der besten Debüts des Jahres“ erklärte und Die Zeit ihren Sound als „elegischen Chanson-Pop für die Tinder-Generation“ beschrieb.
Live entfaltet die Band eine besondere Intimität: orchestrale Tiefe trifft auf subtile Elektronik, große Erzählungen auf verspielte Details. HOTEL RIMINI wirken wie eine vertraute Geschichte, die man noch nie gehört hat – zeitlos, unaufgeregt und doch voller Wucht. Ende September erschien ihr zweites Album „Gefährdete Arten“, das viele neue Facetten präsentiert und ihre unverwechselbare Handschrift weiter vertieft.